Zitate von Walter Odermatt_WW - Odermatt-Walter-Universtität, Luzern

Odermatt-Walter-Universität
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Universität
Die weise Wirtschaftswissenschaft
"Die weise Wirtschaftswissenschaft lehrt das anthropozentrische Wirtschaftssystem. In diesem Wirtschaftssystem steht der Mensch im Zentrum. Im Zentrum der wirtschaftlichen Interessen darf nicht der Profit stehen, sondern das Wohl des Menschen."

"Die Wirtschaftswissenschaft an den staatlichen Universitäten bildet vor allem Manager und Kaderleute aus, die als Führungskräfte das Ziel verfolgen, den Gewinn zu maximieren und dabei oft auch überlegen, wie man Arbeitsstellen abbauen oder gewisse Produktionen in Billiglohnländer auslagern kann."

"Mit diesem Ziel werden nicht wenige Menschen als Arbeitslose oder Ausgebrannte auf die Strasse gestellt. Immer häufiger werden diese Menschen psychisch krank. Die Depression ist oft ein Zeichen dafür, was in diesen Menschen passiert ist. Vom Staat wird dann erwartet, dass er mit seinen Sozialeinrichtungen diesen Betroffenen den Lebensunterhalt sichert."

Die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät bildet Unternehmer aus, die gemäss dem anthropozentrischen Wirtschaftssystem als Pioniere ein Unternehmen gründen, übernehmen oder führen.

"Voraussetzung für den Unternehmer als Pionier ist sein Entschluss zur Selbständigkeit im Denken, im Willen und in der Phantasie und er hat den Mut ausgetretene Wege zu verlassen, indem er innovativ nach Neuem forscht und damit die Wirtschaft bereichert."

Unternehmerschulung – Der Unternehmer als Pioniere
"Unternehmer als Pioniere suchen nicht eine Arbeitsstelle, sondern schaffen Arbeitsplätze und erhalten Arbeits­plätze. So haben die Jungen eine Zukunft und die Alten brauchen keine Angst zu haben vor der Zukunft.
Die Unternehmerschulung ist ein Fachbereich der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Odermatt-Walter-Universität."

Wesen und Zweck der weisen Wirtschaftswissenschaft
"Die weise Wirtschaftswissenschaft befasst sich mit dem Wesen und mit dem idealen Zweck der Wirtschaft. Sie lehrt die Regeln für das richtige Funktionieren der Wirtschaft."

"Zum Wesen der Wirtschaft gehören die Arbeitsteilung, der Gütertausch und als Tauschmittel das Geld."

"Zu den Regeln der Wirtschaft gehören die Grundsätze für die Arbeitsteilung, für den Gütertausch und für das das Geld als Tauschmittel."

"Für die Arbeitsteilung gilt der Grundsatz: Jeder Mensch soll nach Möglichkeit eine Arbeit tun können, die der Erfüllung seiner Lebensaufgabe dient, für die er die Intelligenz, die Talente, die Begabungen und die Neigungen mit auf den Lebensweg erhalten hat. Dann kann er seine Stärken leben und ist befreit von dem was ihm nicht liegt. Mit diesem Grundsatz werden in der Wirtschaft viel weniger Menschen krank oder süchtig. Im anthropozentrischen Wirtschaftssystem steht wirklich der Mensch im Zentrum."

"Für den Gütertausch gilt der Grundsatz: Die Wirtschaft soll mit der gerechten Verteilung der Güter die Lebensgrundlage und den Lebensunterhalt für alle Menschen sichern. Dann müssen nicht mehr Millionen von Menschen hungern."

"Für das Geld als Tauschmittel gilt der Grundsatz: Die Erhaltung der Kaufkraft muss gewährleistet sein. Die Preise und Löhne müssen angemessen und ausreichend sein und auch für den Betrieb einen Gewinn bringen. Unlauterer Wettbewerb entsteht, wenn die Verkaufspreise der Güter keinen angemessenen Gewinn mehr bringen z.B. wenn die Herstellungskosten und die gerechten Lohnkosten nicht gedeckt sind. Unlauterer Wettbewerb und Wucherpreise sollen verboten werden. Im anthropozentrischen Wirtschaftssystem haben sie keinen Platz."

"Die Wirtschaft hat den idealen Zweck, für alle Menschen die Lebensgrundlage, den Lebensunterhalt, den Verkehr und die Kommunikation zu sichern und mitzuhelfen, den paradiesischen Zustand auf Erden herzustellen, und diesen zu hegen und zu pflegen. Die Hege ist die Erhaltung der Natur, die Pflege ist die Schaffung der Kultur.
Für die Erhaltung der Natur und das Beheben der Schäden muss die Menschheit dringend nach den vorhandenen Tatsachen Umweltschutzmassnahmen bestimmen. Weder parteipolitische noch wirtschaftliche Interessen dürfen diese dringenden Massnahmen bestimmen, sondern verantwortungsbewusste weise Männer und Frauen in Politik und Wirtschaft."

Werte schaffen
"Bei der Schaffung der Kultur müssen Werte geschaffen werden. Die Wirtschaftssysteme müssen dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Wenn der Umsatz und die Rendite für das Kapital die massgebenden Faktoren sind, werden zu viele Güter hergestellt, die nach kurzer Zeit zur Wegwerfware werden. Mit solchen Gütern werden keine Werte geschaffen, sondern wertvolle Rohstoffe verschwendet, der Abfallberg vergrössert und die Umwelt verantwortungslos immer mehr verschmutzt."

"Firmen mit dem anthropozentrischen Wirtschaftssystem bemühen sich um die Herstellung von hochwertigen Gütern, die würdig sind, als Prunkstücke in einem Museum für kommende Generationen aufbewahrt zu werden. Mit der Herstellung hochwertiger Güter werden Werte geschaffen."

"Das anthropozentrische Wirtschaftssystem richtet sich nach dem Grundsatz für die Arbeitsteilung, nach dem Grundsatz für den Gütertausch und nach dem Grundsatz für das Tauschmittel Geld.
Mit diesen richtigen Grundätzen strebt die Firma stetig nach dem Ideal vom Zweck der Wirtschaft und setzt das Ideal im weisen Handeln, der Ethik verpflichtet, um.
Mit dieser Ausrichtung leistet das anthropozentrische Wirtschaftssystem einen wichtigen Beitrag zum Wohle des Menschen."

Der Motor der Wirtschaft ist die Innovation
"In der Öffentlichkeit existiert die verbreitete Lehrmeinung: Der Motor der Wirtschaft ist der Wettbewerb.
Der Motor der Wirtschaft im anthropozentrischen Wirtschaftssystem ist die Innovation. Innovation ist ein Fremdwort und heisst auf Deutsch Erneuerung oder Neuheit. Innovation meint die Erneuerung im Sinne von Einführung von besseren Verfahren bei der Arbeit oder im Sinne von Entwicklung besserer Güter."

Gesetze der Wirtschaft
"Die Gesetze der Wirtschaft richten sich nach den Gesetzen der Pflanzen. Es gibt in der Wirtschaft ein Wachstum, aber nicht ein Wachstum ohne Grenzen. Es gibt kurzlebige und langlebige Betriebe, wie es auch kurzlebige und langlebige Pflanzen gibt. Ein Wirtschaftszweig kann, wie verschiedene Pflanzen, mehrere Menschenleben überdauern. Blütezeiten, Erntezeiten und Ruhezeiten gibt es sowohl bei den Pflanzen als auch bei der Wirtschaft. Die Pflanzen produzieren nicht für sich selber. So darf auch die Wirtschaft nicht für sich selber produzieren, sondern für die Bedürfnisse von Menschen und Tieren."

Stellenwert der Fachleute und Kader
"Sowohl das Kader wie auch die Fachleute haben im anthropozentrischen Wirtschaftssystem einen anderen Stellenwert als in der öffentlichen Meinung und in der heutigen Lehrmeinung, wo der Karriereaufstieg oft dadurch erfolgt, dass ein tüchtiger Facharbeiter immer mehr Führungsaufgaben übernimmt und immer weniger Facharbeit leistet. Das ist schlecht für den Betrieb, weil dann die beste Kraft nicht mehr für die Facharbeit eingesetzt werden kann.
Andererseits erfolgt der Karriereaufstieg oft durch Vorzeigen von Titeln und Diplomen, ohne Leistungsausweis für das notwendige unternehmerische Denken und Handeln."

Der Erfolg einer Firma
"Der gesellschaftliche Erfolg einer Firma besteht in der Wertschaffung, in der Wertschätzung, im guten Betriebsklima und in der Kundentreue.
Die Wertschaffung einer Firma trägt zum Wohlstand der Belegschaft bei.
Die Wertschätzung verschafft einer Firma Bekanntheit und Ansehen.
Das gute Betriebsklima schafft eine Voraussetzung, damit die Mitarbeiter sich wohl fühlen und mit Begeisterung ihre Arbeit verrichten. Die Mitarbeiter fühlen sich wohl, wenn der gegenseitige Respekt, eine klare Führung und im Umgang eine gerechte Behandlung vorhanden sind.
Die Kundentreue wird erhalten, wenn in einer Firma mit viel Herzblut, Sorgfalt und Engagement zum Wohle der Menschen mit Freude Qualitätsarbeit geleistet wird."

Die vier Prinzipien zur Wohlstandssteigerung
"Die Wohlstandssteigerung muss als Ziel in die Wirtschaft weltweit eingeführt werden. Dabei dienen vier Prinzipien: das ökologische, das rationelle, das ökonomische und das ästhetische Prinzip."

"Das ökologische Prinzip dient dem Wohlergehen und der Natur. Es nimmt Rücksicht auf die Natur und auf den Menschen. Es verlangt die möglichst volle Wiederverwertung der Abfälle als Dünger oder als neue Rohstoffe in einem Kreislauf. Die Wirtschaft muss die Gesetze der Natur mit einbeziehen, damit sowohl rentabel wie auch effizient und zukunftsgerichtet gewirtschaftet werden kann."

"Das ökonomische Prinzip dient dem Wohlstand und dem Leben. Es verlangt den haushälterischen Umgang mit Materialien, dem Einsatz von Kraft und Energie und es verlangt den sparsamen Umgang mit Rohstoffen. Der tüchtige Arbeiter schafft wertvolle Güter in der Produktion oder verteilt Güter gerecht im Handel. Zudem verlangt es von der Wirtschaft, dass der Lohn für die Arbeit so angemessen ist, dass der Wohlstand für alle, die sich für die heile Welt einsetzen, möglich wird."

"Das rationelle Prinzip dient dem Wohlbefinden und dem Verkehr. Es verlangt Einsparung von unnötigen Arbeitsgängen sowie Transporten und verlangt den sorgsamen Umgang mit Rohstoffen und mit Grund und Boden. Deren Verschleiss ist ein Diebstahl an der nächsten Generation. Überflüssige Arbeit muss abgeschafft werden. Die Produkte sollen möglichst dort produziert werden, wo sie gebraucht werden."

"Das ästhetische Prinzip dient dem Wohlgefallen, der Schönheit und der Kultur. Es verlangt, dass die Natur verschönert wird und Kunst entsteht und die Natur nicht verschandelt wird. Schludrige Arbeit und das Billige widerspricht dem ästhetischen Prinzip. Wird Dauerhaftes geschaffen, verschwindet die Wegwerfware. Dauerhaftes, schönes und solides vermehrt den Reichtum eines Volkes. Das ästhetische Prinzip verbietet Müll zu produzieren."

"Es genügt nicht Kapital und Arbeit zu haben, man muss Kapital und Arbeit richtig einsetzen. Das Kapital ist der Einsatz von bereits erarbeiteten Mitteln für weitere Arbeit. Das Unternehmen ist abhängig von der Intelligenz und den Fähigkeiten eines Unternehmers, der die Idee und das Konzept des Betriebes leitet. Der Betrieb ist die Produktions-, die Vertriebs- oder die Anbietungsstätte der neuen Güter. Die Arbeit geschieht durch Menschen und durch von Menschen gesteuerte Maschinen oder moderne Technik."

"Das Kapital im Unternehmen ist Risikokapital. Es wird dem Unternehmen zur Verfügung gestellt gegen eine angemessene Entschädigung – wenn das Unternehmen einen Ertrag abwirft. Im anthropozentrischen Wirtschaftssystem gibt es nicht nur eine Dividende an die Aktionäre, das heisst an das Kapital, sondern auch an die anderen Komponenten der Wirtschaft.
Es gibt eine Dividende an das Unternehmen für Erneuerungen und für die Forschung.
Es gibt eine Dividende an den Betrieb als Reserve.
Es gibt eine Dividende an die Arbeiter für ihren Einsatz."

"Die Wirtschaft hat als vornehmste und wichtigste Aufgabe, den Zweck der Wirtschaft zu erfüllen. Die Volkswirtschaft braucht Unternehmer die als Pioniere die Werte vom Zweck der Wirtschaft mit ihren Angestellten weise umsetzen.
Jeder Staat soll seine Volkswirtschaft selbst bestimmen können und sich nicht dem Diktat des Marktes unterwerfen müssen."
 
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